Gemeinschaftspraxis für Frauenheilkunde und Geburtshilfe · Bergmannstraße 102 · 10961 Berlin · Telefon: 030/624 6096

Bei der Chorionzottenbiopsie werden kleinste Gewebsteile der Plazenta, sogenannte Chorionzotten, gewonnen. Dies geschieht durch Punktion der Plazenta unter Ultraschallsicht durch die Bauchdecke.

 

Die Erbinformation in den gewonnenen Zellen ist in der Regel mit derjenigen der kindlichen Zellen identisch. So lässt sich die Zahl und die Form der kindlichen Chromosomen bestimmen und Erkrankungen, die mit einer veränderten Zahl oder Form einhergehen, wie zum Beispiel das Down Syndrom, lassen sich ausschliessen oder nachweisen. Der Befund bezüglich der Zahl der Chromosomen liegt in der Regel am Tag nach der Untersuchung vor. Den abschließenden Befund, der auch die Form der Chromosomen beurteilt, erhält man nach 2 bis 3 Wochen. Erkrankungen, deren Ursache mikroskopisch nicht sichtbare Veränderungen des Erbgutes sind, wie es bei zahlreichen erblichen Stoffwechselerkrankungen der Fall ist, können nur diagnostiziert werden, wenn gezielt danach gesucht wird. Dies geschieht zum Beispiel dann, wenn diese Erkrankung in der Familie bereits ein Mal aufgetreten ist.

 

In seltenen Fällen kann die Punktion Wehen, einen Blasensprung, Blutungen oder eine Infektion auslösen. Bei 0,5 bis 1 % aller Punktionen kommt es dadurch zu einer Fehlgeburt. Die Chorionzottenbiopsie wird frühestens mit 12 abgeschlossenen Schwangerschaftswochen durchgeführt.

Chorionzottenbiopsie

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Frühe Feindiagnostik ggf. mit

Nackentransparenzmessung

(12. – 14. SSW)

Feindiagnostik (21. – 22. SSW)

Fetale Echokardiographie

Dopplersonographie

Chorionzottenbiopsie

Fruchtwasserpunktion oder

Amniozentese

Nabelschnurpunktion

Nichtivasiver pränataler Test (NIPT)

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